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November 2012

Gemeinsam trauern im Internet 
Das Portal "Memosite" will die Erinnerung an Verstorbene wach halten.

Wenn ein Mensch stirbt, gibt es eine Traueranzeige, vielleicht eine Rede am Grab und ein paar Zeilen in der Zeitung. Und dann verblasst das Bild vom Verstorbenen von Tag zu Tag mehr. Ein Grabstein muss nicht alles sein, was bleibt. Das Internet-Portal www.memosite.de bietet die Gelegenheit, die Erinnerung länger wach zu halten - zum Beispiel mit einem jederzeit und überall einsehbaren Nachruf. 

Das Internet bietet ganz neue Möglichkeiten der Trauerkultur. "Nur wer vergessen wird, ist tot", lautet ein Leitsatz der seit 11 Jahren aktiven Service-Site, kraft der die Vergänglichkeit des Andenkens ein bisschen abgebremst werden soll. Angehörige oder Freunde können dort ein digitales Denkmal des Verstorbenen mit Wort und Bild veröffentlichen. Man kann aber auch schon zu Lebzeiten seinen eigenen Nachruf verfassen, der zum Zeitpunkt des Todes freigeschaltet wird und dann viele Jahre lang abrufbar sein soll.

"In unserer mobilen Gesellschaft sind viele Familien geografisch getrennt", meint Seiten-Betreiber Ralf Michalowsky. Ihnen soll die Plattform helfen, auch über große Entfernungen hinweg gemeinsam zu trauern. Anderen Betroffenen gibt sie die Möglichkeit, Einblick in das Leben eines verstorbenen Menschen zu erhalten.

Das Portal mit Sitz in Gladbeck bietet aber noch mehr: Es lassen sich Trauer-E-mails mit passenden Bildern und Zitaten versenden. Wer einen weltlichen Trauerredner, eine angemessene Trauermusik oder Anregungen für Trauerkarten sucht, kann hier fündig werden.

Nach dem Relaunch von Memosite im Herbst 2012 wurde das Anbebot erweitert. Auch TrauerbegleiterInnen und z.B. skurrile Gräber und Grabsteine, sowie Gedenkstätten am Wegesrand wurden aufgenommen. Da Memosite jetzt auf einem CMS läuft, sind Erweiterungen jederzeit möglich.

Die in hoffnungsfrohem grün gehaltene Seite bietet auch Linklisten und Literaturempfehlungen rund ums Thema Trauerkultur. Der Service richtet sich insbesondere an nicht-religiöse und konfessionslose Menschen, die inzwischen rund 42 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

"Wir leben in einer Zeit und in einem Teil der Erde, wo es keine rigiden Vorschriften für die Lebensführung mehr gibt. Vieles können wir im Rahmen unserer Möglichkeiten nach unserem Geschmack und Gutdünken tun oder auch lassen. Auch die derzeitige Trauerkultur bietet in vieler Hinsicht wesentlich mehr an individueller Gestaltung, als die meisten Menschen vermuten", heißt es bei Memosite.
 
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Foto von Ralf Michalowsky, Betreiber von Memosite.de
(Frei für Veröffentlichungen über Memosite.de)

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